Der Adler der neunten Legion – der Film

Der Adler der neunten Legion

„Der Adler der neunten Legion“ ist ein britisch-amerikanischer Abenteuerfilm aus dem Jahr 2011. Regisseur Kevin Macdonald orientierte sich hier am gleichnamigen Jugendbuch der englischen Schriftstellerin Rosemary Sutcliff. Sowohl das ursprüngliche Buch und auch der Film behandeln damit die überlieferte Geschichte der Legio IX Hispana, welcher in Zeiten des großen Roms tatsächlich auf schottischem Boden verschwand. Im Film wird diese Legende als Grundstein für eine dramatische Geschichte eines Kriegers verwendet, der gemeinsam mit seinem Sklaven in das unbekannte Land auszieht, um ein verlorenes Relikt wiederzufinden und so den Ruf seiner Familie und damit auch die Reputation Roms wiederherzustellen. Mit durchaus epischen Zügen entwickelt sich daraus eine Erzählung um Freundschaft, Vertrauen und Ehre. Besonders aber nicht nur für Genrefans und Liebhaber historischer Filme und findet sich hiermit ein absolut sehenswerter Spielfilm. Nicht zuletzt auch wegen der monumentalen Bilder, die die Drehorte in Schottland ergeben haben und der atmosphärisch passenden Musik, die im Film hervorragend eingesetzt wird. Von namhafter Besetzung der Hauptrollen sei da noch ganz zu schweigen.

Der Adler der neunten Legion - Poster 1

Die Bürde eines unehrenhaftes Vermächtnisses

Die Vorgeschichte der Haupthandlung liegt im Jahr 140 nach Christus. Das Imperium Roms hat sich bereits in ganz Europa ausgebreitet. Auch auf den britischen Inseln finden sich mittlerweile römische Grenzen. Doch ein Mysterium hat sich ergeben: die Neunte Legion zog in den Norden Caledoniens (heute Schottland) und kehrte nicht zurück. Ganze 5.000 Männer sind spurlos verschwunden und damit auch der goldene Legionsadler – das Wahrzeichen Roms. Zuletzt gehalten wurde diese prunkvolle Standarte vom Vater des Jungen Marcus Flavius Aquila (Channing Tatum – bekannt aus „21 Jump Street“). Dieser ist 20 Jahre nach der fehlgeschlagenen Expedition ein aufstrebender Centurio und tritt nun seine Dienstzeit als Kommandant einer Garnison in Britannien an. Der Ehre seiner Familie schuldig erfüllt er seinen Dienst mit Aufopferung und Tapferkeit. Dies jedoch verschafft ihm eines Tages nicht nur Respekt sondern auch eine Verletzung deretwegen er ehrenhaft aus der Armee entlassen wird. Seinen Lebenssinnes scheinbar verloren, ist er fortan gezwungen auf dem Anwesen seines Onkels in Südbritannien zu leben. Zu wenig konnte er in seiner kurzen Dienstzeit leisten, um den Familiennamen zu bereinigen. Plötzlich jedoch kommen Gerüchte auf, dass der verlorene goldene Adler im fernen Norden Britanniens gesehen wurde.

Zu zweit in feindlichen Landen

Marcus Flavius Aquila kann nicht anders und beschließt, das Wahrzeichen um jeden Preis und gegen jede Warnung zurückzuholen. Letztlich begleitet ihn nur sein Sklave Esca (Jamie Bell – bekannt aus „Jumper“). Esca ist der Sohn eines Häuptlings aus jenem nördlichen Gebiet und hegt gegen Rom nichts als Abscheu und Verachtung. Nur seinem Herren gegenüber scheint er loyal zu sein, da dieser ihm einst im Amphitheater das Leben rettete. Die Reise in und durch das nördliche Britannien ziehen sich über Wochen hin, doch irgendwann treffen sie auf einen Überlebenden der neunten Legion. Von diesem erfahren sie, wie fast alle Legionäre in einen Hinterhalt gerieten und getötet wurden, während die Standarte von einem brutalen Clan des Nordens mitgenommen wurde. Durch eine List, bei der Aquila und sein Sklave die Rollen tauschen, gelangen sie als Gäste in die Reihen jenes Clans. Während Esca als Häuptlingssohn willkommen ist, muss der Römer sich als Sklave ausgeben und entsprechende Behandlungen ertragen. Eines Nachts bietet sich die Gelegenheit zum Stehlen des goldenen Adlers. Auf der anschließenden Flucht, macht Aquilas alte Wunde ihm zu schaffen, sodass Esca ihn zurücklassen und die Standarte nach Rom bringen soll, um die Ehre der Familie endlich wiederherzustellen. Esca steht nun vor der Entscheidung, seinen Dienst zu erfüllen oder aber seinem Herren und Freund zu helfen. Nur zu zweit können die beiden jedoch der Überzahl an brutalen Clan-Kriegern nichts entgegensetzen. Es bietet sich nur eine einzige Chance.